Das Engadin im Mittelland-Fieber

Wie bereits schon in den letzten Jahren bildete die Etappe im Engadin den fulminanten Schlusspunkt einer aufregenden sowie erfolgreichen Inline-Saison 2018. Gleichzeitig war das Engadin auch der Gastgeber der diesjährigen Weltmeisterschaften im Marathon. Eine kaum bessere Gelegenheit, um sich als Master-Athlet in einer solchen Kulisse das Regenbogentrikot über zu streifen.

Weil die Wetterprognose nur Gutes meldete, reisten die Mittelländer zu sehr unterschiedlichen Tagen an und auch wieder ab, damit neben dem Inlinen auch das Engadin selbst noch ein bisschen genossen werden konnte. Spätestens aber am Samstagabend fanden sich alle Mittelländer inkl. Familie, Supporter und Freunden in St. Moritz für die ersten Einsätze ein.

Das Feuerwerk eröffnete sogleich Samuel. Er gewann sein Rennen souverän und ebenso seine Gesamtwertung der vergangenen Saison. Bei den Kids Mädchen gab es einen dreifach Sieg für den ICM. Jana entschied das Rennen vor Manisha und Jessica für sich. Jim sicherte sich bei den Kids Buben den guten dritten Platz und Lukas landete auf dem siebten Platz. 

Nach den Rennen der Kids und Minis war es dann an Yannick und Tomas, positiven Erfolge des Nachwuchses zu bestätigen. Tomas kämpfte sich durch die starke Sprinterkonkurrenz, scheiterte jedoch leider in den Vorläufen. Yannick gelang es besser sich zu behaupten und schaffte mit einem weiten Zielspagat im Finallauf den Sprung aufs Podest. In der anschliessenden Rangverkündigung wurden Jim, Samuel, Jana, Manisha und Jessica aufgrund ihrer konstanten Leistungen mit Topplatzierungen in der Gesamtwertung ausgezeichnet.

Ebenso wurde dem Inline Club Mittelland aufgrund der positiven Nachwuchsarbeit mit der Übergabe von „Rolli“ durch die Swiss Skate Tour, dessen Maskottchen, die Ehre zuteil, dieses für zukünftige Austragungen zu beherbergen und bei Rennen zu repräsentieren. An dieser Stelle möchten wir uns auch nochmals herzlich bei Annett und Toni und deren Team für ihren Einsatz und die geleistete Arbeit bedanken und alles was sie für den Schweizer Inlinesport geleistet haben!

Beim traditionellen, feinen Nachtessen im Restaurant Sonne wurden die verbrauchten Kalorien möglichst schnell wieder aufgefüllt bzw. für diejenigen, welche erst am Sonntag im Einsatz standen ein erstes Mal gut aufgefüllt.

Am Sonntagmorgen war dann bereits früh Tagwache. Während es sich einige nicht zweimal sagen liessen das Morgenessen einzunehmen, begaben sich andere direkt zu den Shuttle-Bussen, mit welchen die Teilnehmer an den Start transportiert wurden.

Die Wettervorhersage hatte keine leere Versprechungen gemacht und bereits in der Anfahrt zeigte sich das Engadin und unsere Strecke in Kombination mit einer spektakulären Bergkulisse von ihren besten Seiten. In der Turnhalle wurde dann der letzte Feinschliff am Material vorgenommen, die Zeit für ein bisschen Smalltalk genutzt oder um noch einmal in sich zu gehen und sich das Rennen zu visualisieren.

Ab 09:00 ertönten dann die gestaffelten Startschüsse. Da Yannick als Führender in der Gesamtwertung der Swiss Skate Tour ins Engadin reiste war seine Aufgabe denkbar simpel, aber nicht ganz einfach, da das Starterfeld mit einigen prominenten Namen gespickt war: Er musste in der Spitzengruppe bleiben, um sich vorne klassieren zu können und die Gesamtführung zu wahren. Gleich zu Beginn folgten einige Tempoverschärfungen und bereits früh wurde das Feld auseinandergerissen. Es gelang Yannick und Remo in der Spitzengruppe mitzuhalten.

Tomas und Chregu mussten aufgrund dieser Tempoverschärfungen anfangs abreissen lassen, wussten sich danach aber in ihrem Feld zu behaupten.

Etwas langsamer, aber deswegen nicht weniger spektakulär ging es bei den folgenden Startblöcken zur Sache. Lars, Dani, Laura, Chantal, Joel, Oli, Victoria, Dinu, und Nelly zeigten alle ein sehr gutes und souveränes Rennen.

Das Spitzenfeld blieb bis Pontresina kompakt. Dann erfolgten erneute Angriffe und das Feld wurde nochmals geteilt. Der spätere Sieger Livio Wenger lancierte in den letzten Kilometern Angriff um Angriff und konnte dann sich im Schlusssprint den 1. Platz sichern. Tim Sibiet vom belgisch-schweizerischen Team Chauvin Arnaux erkämpfte sich Platz zwei und Yannick schaffte es auf den sensationellen 3. Schlussrang!

Bereits im Ziel angekommen nutzten einige Mittelländer die Chance sich sogleich mit dem Zug wieder nach St. Moritz aufzumachen und kurz einen Abstecher ins Hallenbad zu machen. Während einige die Muskeln wohlverdient ruhen liessen, verausgabten sich andere im unermüdlichen Treppen steigen und anschliessenden rutschen auf den Rutschbahnen.

Den Abschluss dieses Wochenendes bildeten dann die Rangverkündigungen der Skaterinnen und Skater. Bei den Junioren realisierte Jim den 2. Platz und belegte diesen auch in der Gesamtwertung. Nadja zeigte ein starkes Rennen und wurde Zweite im Rennen nach St. Moritz. Auch sie belegte am Ende den 2. Platz in der Gesamtwertung. Yannick wurde mit dem 3. Platz im Marathon und schliesslich dem super 2. Platz in der Gesamtwertung ausgezeichnet. Er musste nur Nicolas Iten den Vortritt lassen. Herzliche Gratulation an Ihn an dieser Stelle!

Wir gratulieren sämtlichen Mitgliedern des ICM sowie allen anderen Teilnehmern zu den unglaublichen Leistungen der vergangenen Saison.

In den nächsten Monaten stehen nun einige aufregende Momente an. Sicher ist, dass die Swiss Skate Tour weiter existieren wird und die Rennen in Biel (Certina Inline Race), Wangen (Linthmarathon) und Kriegstetten (Mittelland rollt) stattfinden werden. Inwiefern sich andere Rennen der Tour anschliessen werden oder diese allenfalls erweitert wird, bleibt abzuwarten. Ebenso ist Inlineskating nach zwei Jahren Pause wieder im Gigathlon eingeschlossen, was bereits auf grosse positive Resonanz gestossen ist.

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