Am Mittag des 19. März ging das Abenteuer los, mit dem Zug gings via Mailand nach Genua. Dort lief um 20.00 Uhr abends meine
Fähre nach Porto Torres aus. Knapp zwölf Stunden dauerte die Überfahrt nach Sardinien. Nach einer guten Portion Schlaf gings
ausgeruht von Bord. Nach einem kurzen Sonnenbad wurde ich von der immer fröhlichen Ricky abgeholt.
Das
Hotel Capo Caccia, in idyllischer Lage, habe ich als Coach
so angetroffen wie ich es vor einem Jahr als Teilnehmer verlassen hatte. Bis auf zwei oder drei Gesichter kannte ich niemanden
aus dem Team, jedoch gab es kein Eis zu brechen. Von Beginn weg wurde gescherzt, geblödelt, nebenbei die nötigen Vorkehrungen
für die Ankunft der Teilnehmer getroffen, sowie die täglichen Aufgaben erklärt.
Nach und nach trafen die Teilnehmer ein und pünktlich nach dem Mittagessen fand die Begrüssung statt. Die Teilnehmer erhielten
einen Ausblick über die bevorstehende Woche und anschliessen auch ihr Teilnehmer Package. Später fand die Einteilung in die
entsprechenden Gruppen statt. In diesen ging es dann auf eine erste kleine Tour nach Porto Conte. Das Wetter spielte mit,
jedoch wurden wir für die Ostertage vor ergiebigen Schauern gewarnt. An diesem ersten Abend mussten wir uns mit der Teamerbesprechung
kurz halten, da uns um 21.00 Uhr der Reisebus nach Alghero an die Karfreitags Prozession brachte. Eine der wohl schönsten und
ergreiffensten hab ich mir sagen lassen. In der Tat war die Menschenschar sehr beachtlich. Bei leichtem Regen zog es uns doch bald
schon in ein gemütliches Ristorante der Altstadt.
Nach dem gemütlichen Einskaten vom Karfreitag folgte die Bestimmung des Istzustands. Jeder Teilnehmer wurde von Sebastian mit
seiner Kamera am Stock unter die Luppe genommen. Da über die Feiertage viel Verkehr herrschte und die GoKart-Bahn nicht zur
Verfügung stand sind wir auf die "Autobahn" im verkehrsärmeren Norden ausgewichen. Dort konnten wir in aller Ruhe unser Programm
durchziehen.
Am Samstag erreichte uns die erwartete Schlechtwetterfront, der Vormittag war jeweils verregnet sodass unser Alternativprogramm
zum Einsatz kam. Wir boten den Teilnehmern ein breites Angebot an Möglichkeiten, von Imitationsübungen über Muskelfunktionstests
bis hin zum Trailrunning. Einige hatten sogar Lust auf einen Bremskurs im Regen und da seit Berlin letztes Jahr, die Schweizer
einen Ruf als gute Regenfahrer geniessen, durfte ich diese Aufgabe übernehmen. Na dann mal vielen Dank, Nicolas. Nachmittags
verflüchtigten sich jeweils die Regenwolken und die Strassen trockneten rasch ab, so kamen unsere Gäste jeweils in den Genuss von
Ausfahrten kombiniert mit Technikeinheiten. Verkündete man den Teilnehmern das die Ausfahrt über den malerischen Hobbitweg führt,
so begannen ihre Augen zu funkeln. Dieser Weg fährt sich wie eine Achterbahn, rauf und runter, links und rechts, ein Traum für jeden
Skater. Auf jeden Fall waren am Abendbuffet nur leicht müde aber glückliche Gesichter zu sehen. Naja zumindest unter unseren Teilnehmern,
denn übers Osterwochende mussten wir "unser" Hotel mit einigen italienischen GROSSfamilien teilen. Das Gedränge an den Buffets
ist ein wahrhaftiges Erlebnis, doch als "la Familia" wieder weg war, war es uns schon fast wieder zu ruhig.
Das Wetter wollte sich einfach nicht bessern, so wurde der Ruhetag auf den Ostermontag vorgezogen und somit auch die Weinprobe
am Abend davor. Zu jedem Gang vom Buffet gabs von uns zwei Weine vorgestellt zum degustieren. Die Stimmung war ausgelassen und
hielt sich bis in die späten Abendstunden.
Am Morgen des Ruhetages fanden lockere Alternativtrainings statt, welche rege besucht wurden. Am Nachmittag gab es für unsere
Teilnehmer die Möglichkeit nach Alghero zu fahren zum Entspannen, Shoppen und die Seele baumeln lassen. Wir Teamer entschlossen
uns für ein Immitationstraining, Patrick Täubrecht, "der Schleifer", wusste genau wie er unsere Oberschenkel zum Brennen und
Zittern brachte. Danach kamen wir in den Genuss einiger freien Stunden.
Mit den Ostern verabschiedeten sich auch die Regenwolken. So begleitete uns strahlender Sonnenschein vormittags auf der Kartbahn
bei unseren Technikeinheiten und nachmittag bei den Ausfahrten. Die abwechslungsreichen Strecken führen vorbei an endlosen Weiden,
durch ruhige Dörfer und meist über feinsten Asphalt. Die Technikeinheiten wurden unterstützt durch die Analyse und Korrektur
hinter dem Spiegelbus. Am Abend stand es den Teilnehmern frei diversen Vorträgen beizuwohnen oder sich in der Hotelbar in angeregten
Diskussionen einzubringen.
Am zweitletzten Tag fing ich mir leider eine Magenverstimmung ein. So musste ich während dem Höhepunkt der Woche, der Ausfahrt bis
hoch nach Stintino, die Teilnehmer aus dem Begleitfahrzeug beneiden. Diese Strecke führt über 70km vom Hotel hoch an die Nordküste.
Bei der Ankunft belohnt einem der Anblick des märchenhaften Sandstrandes mit klarem türkisfarbenem Wasser. Genau das richtige um
seine Füsse nach einer solchen Woche zu erfrischen. An diesem letzten Abend kamen noch einmal alle zusammen um die besten Schnappschüsse
der Woche zu krönen und Sebastians Abschlussrede zu lauschen. Danach liessen wir alle gemeinsam diese Woche in der Hotelbar ausklingen.
Der Teamgeist unter uns Coachs, welcher von Beginn weg stimmte übertrug sich während der ganzen Woche auf unsere Gäste und sorgte
für eine speziell gute Atmosphäre.
Am folgenden Tag konnten wir Teamer alles etwas ruhiger nehmen. Es ging darum für die kommende Woche wieder Kräfte zu sammeln und
dies gelang bei einer leckeren "Cioccolata calda" auf der Hotelterrasse bei herrlichem Sonnenschein. Am Abend gingen das ganze Team
gemeinsam Pizza essen.
Die Bilder zur ersten und der Bericht zur zweiten Woche folgen...
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